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Segeln ist Natur pur. Etwas für Leute, die echte, unverfälschte, unzensurierte, ungefilterte und direkte Eindrücke lieben. Hochseesegeln ist etwas Herrliches, aber nicht völlig ungefährlich. Das
Meer kann grausam sein. Doch nicht Stärke, sondern Anpassungsfähigkeit und
Durchhaltewillen sind gefragt. Wir müssen uns auf die gegebenen Bedingungen
einstellen, denn wir können sie nicht ändern. Wir werden Orte abseits jeder Zivilisation besuchen. Dies hat seine ganz besondere Anziehungskraft, bedingt
aber, dass wir bei Schwierigkeiten auf uns selbst gestellt sind.
Die Teilnahme setzt Einsatzbereitschaft und Flexibilität voraus. Wir werden aus
Sicherheitsgründen bestimmte Manöver (Reffen,
Mann bzw. Frau über Bord, Bedienung der Winschen, Motoren, Toiletten,
Seeventile, Gaskocher usw.) einüben. Alle Teilnehmer sind aufgefordert diese
Grundkenntnisse zu erlernen. Wer dazu nicht bereit ist, ist am falschen Ort. Eine aktive und flexible Einstellung
hilft, auftretende Probleme zu meistern. Die engagierte Teilnahme bezieht sich auf die Mithilfe an Bord (Logbuch
führen, Seeventile kontrollieren, einkaufen, kochen, reinigen usw.) und bei eventuellen Havarien. Nötige
Reparaturen können zu unvorhergesehenen Unterbrechungen führen.
Ein gelungener und erlebnisreichen Törn setzt Teamwork und Toleranz als Kernkompetenz
eines jeden Mitseglers voraus. Diese Eigenschaften sind - im Gegensatz zum Segeln - nicht so einfach lernbar. |